Verlobung
Verlobungsring kaufen: Budget, Stein und Stil richtig wählen
Der Verlobungsring ist für viele das erste grosse Schmuckstück, das sie kaufen. Entsprechend gross ist die Unsicherheit: Welcher Stein? Wie viel Geld? Und was, wenn er nicht gefällt? Hier ist, was Sie wissen sollten, bevor Sie zur Goldschmiedin oder zum Juwelier gehen.
Wie viel sollte ein Verlobungsring kosten?
Vergessen Sie die alte Regel mit den «drei Monatslöhnen». Sie stammt aus einer Werbekampagne der Diamantenindustrie. Ein Verlobungsring sollte so viel kosten, wie Sie ohne Bauchweh ausgeben können. In der Schweiz liegen viele Ringe zwischen 1000 und 5000 Franken, es geht aber deutlich darunter und darüber.
Überlegen Sie vorher, was Ihnen wichtiger ist: ein grösserer Stein oder ein besonders hochwertiges Metall und Handwerk.
Der Stein: Diamant und Alternativen
Der Diamant ist der Klassiker. Seine Qualität wird nach den vier C beschrieben:
- Carat: das Gewicht (1 Karat = 0,2 Gramm)
- Colour: die Farbe, von D (farblos) bis Z (gelblich)
- Clarity: die Reinheit, also wie viele Einschlüsse er hat
- Cut: der Schliff, der bestimmt, wie stark der Stein funkelt
Der Schliff ist der wichtigste Faktor für die Wirkung. Ein gut geschliffener kleinerer Stein wirkt oft schöner als ein grosser mit mittelmässigem Schliff.
Laborgezüchtete Diamanten sind chemisch identisch mit natürlichen, aber deutlich günstiger. Ob das für Sie in Frage kommt, ist eine Frage der persönlichen Werte. Wichtig ist nur, dass der Händler klar deklariert, worum es sich handelt.
Beliebte farbige Alternativen sind Saphir (hart und robust, nicht nur in Blau), Smaragd (wunderschön, aber empfindlicher), Morganit (zartes Rosa) und Aquamarin (hellblau, gut für den Alltag).
Die Fassung
- Krappenfassung: Der Stein wird von vier oder sechs kleinen Krallen gehalten. Viel Licht, viel Funkeln, aber etwas exponiert.
- Zargenfassung: Ein Metallrand umschliesst den Stein. Sehr alltagstauglich und modern.
- Halo: Ein Kranz kleiner Steine um den Hauptstein lässt ihn grösser wirken.
- Trilogie: drei Steine für Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Denken Sie an den Alltag: Arbeitet Ihre Partnerin oder Ihr Partner viel mit den Händen, ist eine flache Fassung praktischer.
Das Metall
Weissgold und Platin passen zu kühlen Steinen und silbernem Schmuck, Gelb- und Roségold zu warmen Tönen. Wichtig: Wenn später ein Ehering dazukommt, sollten die Metalle zueinander passen. Mehr dazu in unserem Materialvergleich für Eheringe.
Die Überraschung bewahren
Die grösste Hürde ist oft die Ringgrösse. Tipps, wie Sie diese unauffällig herausfinden, gibt es im Beitrag Ringgrösse heimlich herausfinden.
Weitere Tipps:
- Achten Sie auf den Schmuck, den Ihr Gegenüber trägt: eher Gold oder Silber, eher schlicht oder verspielt?
- Fragen Sie beste Freundinnen oder Geschwister, die gut schweigen können.
- Klären Sie beim Kauf, ob der Ring umgetauscht oder in der Grösse angepasst werden kann.
Kaufen, aber wo?
Ein Goldschmied fertigt individuell an und berät persönlich. Das dauert einige Wochen, dafür bekommen Sie ein Einzelstück. Beim Juwelier finden Sie fertige Modelle, die Sie sofort mitnehmen können. Online ist die Auswahl gross, aber verlangen Sie bei Diamanten ein Zertifikat eines anerkannten Labors und prüfen Sie die Rückgabebedingungen.
Fazit
Der perfekte Verlobungsring ist der, den die andere Person gerne trägt. Das Funkeln eines Steins verblasst gegenüber der Geschichte, die Sie damit verbinden. Ideen für den passenden Moment finden Sie in unserem Beitrag zum Heiratsantrag.